| Home | Rollstuhlbasketball | Rollstuhlrugby | Paralympics |
RollstuhlbasketballRollstuhlbasketball ist eine Behindertensportart und paralympische Disziplin. Neben Menschen mit körperlicher Behinderung dürfen auch Menschen ohne körperliche Beeinträchtigung mitspielen. Die Regeln entsprechen denen des klassischen Basketballs mit einigen Anpassungen an die Anforderungen des Rollstuhlgebrauchs. Eine der wichtigsten Anpassungen ist das Klassifizierungssystem zu nennen, welches einen Ausgleich zwischen Mitspielern mit unterschiedlich starken Behinderungen herstellt. Ziel des Spieles ist es durch Treffen des Korbes mit dem Spielball die meisten Punkte zu erzielen. Die Punkte entsprechen denen beim herkömmlichen Basketball. Jedes Team hat jeweils 24 Sekunden Zeit zu punkten. Gelingt es innerhalb dieser Zeit nicht, den Ball zumindest gegen den Ring zu spielen, erlangt die gegnerische Partei den Ballbesitz. Wie beim normalen Basketball müssen die Spieler auch beim Rollstuhlbasketball bei der Ballführung dribbeln. Zieht der Spieler mehr als zweimal am Greifring ohne zu dribbeln, dann ist das ein "Schubfehler". Außerdem ist es dem Spieler nicht erlaubt, während des Spieles die Spielfläche mit den Füßen zu berühren. Der Ball muss innerhalb von acht Sekunden in der gegnerischen Feldhälfte sein und auch die 3 Sekundenregel gilt wie beim herkömmlichen Basketball. Ausnahme ist, wenn der Spieler in der Zone in einer Wurfbewegung ist bzw. die Hände oben hat. Auch wenn man durch Behinderung des Gegners nicht mehr aus der Zone kommt, wird diese Regel ausser Kraft gesetzt. Bei den Fouls gibt es ebenfalls keinen Unterschied. Es ist nicht jeder Körperkontakt untersagt, jedoch darf nicht, wie beim Rollstuhlrugby, zurückgehalten und nachgedrückt werden. Gespielt wird auf einem gewöhnlichen Basketballspielfeld mit normaler Korbhöhe von 3,05 m. Die funktionale Klassifizierung der Spieler schafft einen Ausgleich zwischen Menschen mit unterschiedlich starker Behinderung. Es unterscheidet nach Behinderungsgrad in acht Stufen. Die Bewertung richtet sich nach der Bewegungsfähigkeit. Die niedrigste Punktzahl und höchste Behinderungsstufe stellt die 1,0 dar. Gänzlich unbehinderte Spieler werden mit 4,5 bewertet. Die Unterteilung erfolgt in 0,5er Schritten. In gemischten Mannschaften erhalten Frauen zusätzlich einen generellen Punktabzug von 1,5 oder 1,0 Punkten. Eine Frau kann somit auch eine negative Punktzahl erreichen. 1-Punkte-Spieler können die Beine nicht bewegen und besitzen nur geringe oder gar keine Kontrolle des Oberkörpers. Sie benutzen die Arme, um in eine aufrechte Position zurückzukehren, wenn sie die Balance verloren haben. Diese Spieler verlieren in Kontaktsituationen ihre Balance und rebounden in der Regel über dem Kopf mit einer Hand. 2-Punkte-Spieler besitzen in der Regel keine Beinfunktionen, könne aber teilweise den Operkörper nach vorn neigen. Sie verfügen nicht über freie Seitwärtsbewegungen. Sie greifen oft die Hände an den Rollstuhl oder an die Oberschenkel, um bei Kollision aufrecht zu bleiben. 3-Punkte-Spieler verfügen über gewisse Beinfunktionen und über normale Rumpffunktionen beim Beugen nach vorn. Die Spieler haben keine gute Bewegungsmöglichkeit zur Seite. 4-Punkte-Spieler besitzen normale Rumpffunktionen, aber aufgrund von gewissen Schwächen in den Beinfunktionen sind sie nicht in der Lage, nach beiden Seiten in gleicher Weise Bewegungen ohne Einschränkungen auszuführen. 4,5-Punkte-Spieler sind die am wenigsten behinderten auf dem Spielfeld. Gewöhnlich besitzen sie nur geringe Einschränkungen an den Beinen oder eine einseitige Unterschenkel-Amputation. Ihnen sind normale Rumpfbewegungen in alle Richtungen möglich und sie sind sehr stabil in allen Kontaktsituationen. Wenn Spieler nicht genau in eine der Kategorien passen, kann ein halbe Punkt zu einer bestimmten Klasse hinzugefügt oder abgezogen werden. Dadurch entstehen Bewertungen von 1,5 Punkten, 2,5 und 3,5 Punkten. Die Mannschaftsgesamtpunktzahl beträgt 14 und darf nicht überschritten werden. Eine Ausnahme bilden Österreichische Liga und die 1. und 2. Bundesliga und die Regionalliga in Deutschland, wo insgesamt 14,5 Punkte zur Verfügung stehen. |